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Sylvia Kokot

Sylvia Kokot ist Literatur- und Medienwissenschaftlerin, Volontärin bei der Literaturkommission des LWL Münster und hasst die Postmoderne.

Lost in white misery

Gift. Eine Ehegeschichte von Lot Vekemans Foto: Diana Küster

Was ist Leid? Ist Leid universell? Wie leidet ein Individuum im Angesicht eines unbegreiflichen Ereignisses? Ist Leid vergleichbar? Wie weit darf das persönliche Leiden gehen? Ist geteiltes Leid wirklich halbes Leid oder nicht eher doppeltes? In den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum wirft Lot Vekemansʼ Zwei-Personen-Drama Gift. Eine Ehegeschichte in der Inszenierung von Heike M. Götze mit Bettina Engelhardt und Dietmar Bär Fragen nach Leid und Leiden auf. Ein Abend, der an die Nieren geht. von SYLVIA KOKOT

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Prosanova autopoietisch

Eine große Narration bzw. ein großer Plot rankt sich um das diesjährige Prosanova-Festival und stellt damit scheinbar auch die zentrale Frage oder Anklage, je nach dem, von welcher Seite aus man es betrachtet: Die „Blasen“-Debatte, auch „Frühjahrsschreibschuldebatte“ oder auch Literatur-„Planeten“-Debatte. von SYLVIA KOKOT

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Ivana im Bade

Das Blutbuchenfest steht am Ende eines langen schweren Lesestoffs, der in der Altherrengemeinde des gesetzten und gesitteten Feuilletons sicher seine feingeistigen, genusssüchtigen Freunde gefunden hätte. Oder nicht? Handy- und Fußball-Anachronismen stehen dem entgegen. Dabei scheint doch die Leseanweisung für diese Stellen mitgeliefert: Denn es ist ein „Wahnsinn, der sich ergibt, wenn man Literatur und Leben verwechselt“. Eine Erkenntnis, die vielen Figuren in diesem Buch abgeht, allen voran dem Ich-Erzähler. von SYLVIA KOKOT

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Große Preise werfen ihre Schatten voraus

Entscheidungen über Auszeichnungen, Preise und ihre Träger sind häufig strittig, aber ebenso umstritten sind auch die Entscheidenden. Das gilt nicht nur für DSDS oder GNTM, sondern im Grunde immer, wenn sich eine Experten-Jury berufen fühlt oder berufen wird, also auch für die Buchbranche. Seien wir also gespannt auf weitere Verkündigungen im diesjährigen Literaturpreis-Catchen. von SYLVIA KOKOT

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Warum es keine Kolumnenvertretung geben kann, 3. KW

Was ist eine Kolumne? Etymologisch auf den Begriff der „Säule“ zurückführbar, handelt es sich im Druck lediglich um eine Satzspalte. Der Textumfang richtet sich also eigentlich nach Gestaltung und Maß des jeweiligen Presseerzeugnisses und nicht nach dem Gutdünken des sie produzierenden Autors. Das ändert sich natürlich mit den modernen Druckverfahren, spätestens mit dem Eintritt in das digitale Zeitalter – wann auch immer dieser passiert sein soll – und lässt ggf. eine gewisse Laxheit im Umgang mit der Zeichenzahl, auch in diesem Texterzeugnis, erkennen, was jedoch nicht unbedingt störend sein muss.

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