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Stefanie Kähne

Stefanie Kähne

Willst du eine krasse Geschichte hören?

Kurze Interviews mit fiesen Männern Foto: ©Diana Küster

Kurze Interviews mit fiesen Männern liest sich wie das Tagebuch eines Psychologen, in dem die intimsten, gemeinsten und niederträchtigsten Geschichten festgehalten sind, die Patienten jemals erzählt haben: Geschichten voller Verzweiflung, Selbsthass und Selbstbeschiss, aber auch voll von ehrlichem Streben nach Anerkennung, Liebe und Mitgefühl. Geschichten, in denen der Mensch sein wahres Gesicht zeigt – und sich im Spiegel zulacht. Seit beinahe zwei Jahren läuft das von Monika Glies adaptierte Stück schon am Schauspielhaus Bochum – höchste Zeit also, es all denen zu empfehlen, die bisher versäumt haben, es anzusehen. von STEFANIE KÄHNE

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Auf der Flucht vor der Angst

Sebastian Polmans’ Roman Junge porträtiert einen Heranwachsenden, der keinen Namen, kein eindeutiges Alter und wenig Bezug zur Realität und den Mitmenschen hat. Anstatt die inneren Konflikte dieses Menschen zu entwirren, verfängt sich das Erstlingswerk des 28-jährigen Autors in oberflächlichen Wahrnehmungen, Erinnerungen und den Phantasien des Jungen und lässt dabei die entscheidenden Fragen offen. von STEFANIE KÄHNE

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Das Leben ist hart

In den Kurzgeschichten von «Alles zerstört, alles verbrannt» offenbart Wells Tower in präzisen Darstellungen und eigentümlichen Metaphern eine Welt, die nicht nur zwischen den Zeilen vom Scheitern erzählt. Von Stefanie Kähne Das Erscheinen der gesammelten Erzählungen hatte in Amerika eine breite Rezensionswelle ausgelöst, die allgemeine Begeisterung und hochrangige Vergleiche mit Hemingway, Carver und David Foster Wallace anspülte. Was könnte die Kritiker zu diesen Lobeshymnen motiviert haben? Der erste, oberflächliche Blick auf die inhaltlichen Gegebenheiten wird die Faszination noch nicht vollständig erklären, die Herr Tower mit seinem Erstling heraufbeschworen hat. Dennoch lohnt es sich, hier anzusetzen, denn im Inhalt verbirgt sich ...

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