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Tagarchiv

Dante infernale

Die göttliche Komödie am Schauspiel Köln Foto: ©Matthias Horn

Passend zum 750. Geburtstag Dante Alighieris inszeniert Sebastian Baumgarten Die göttliche Komödie am Schauspiel Köln. Sein Bestreben, die gesamte Commedia auf die Bühne zu bringen, scheitert jedoch an der Komplexität und Länge des Hauptwerks Dantes. Nach überstandenem Drogenrausch und Höllentrip verliert der Abend an Fantasie, als Zuschauer muss man aber keineswegs alle Hoffnung fahren lassen, einen unterhaltsamen Abend zu erleben. von ANNIKA MEYER

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Die Masochistin auf der Couch

Als Klassiker der erotischen Literatur bewirbt der Verlag das Buch Küsse & Schläge der englischen Autorin Jenny Diski aus dem Jahr 1986. Da tauchen vor dem geistigen Auge Namen wie Leopold v. Sacher-Masoch, Henry Miller und Anaïs Nin auf. Doch anders als deren Helden führt Diskis Rachel ein Leben, das sich nicht allein zwischen Bett und Bücherwand abspielt. Hier wird weniger geküsst und geschlagen als getrauert und gekämpft. Von STEPHANIE HEIMGARTNER

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Saul Goodman is back

Better Call Saul © AMC

Wiedersehen mit alten Bekannten: Netflix bringt das Breaking Bad Spin-Off Better Call Saul an den Start. Ob der Ableger mit Bob Odenkirk in der Hauptrolle (und als Produzent) an den gigantischen Erfolg von Breaking Bad anknüpfen kann? von NADINE HEMGESBERG

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Wanderporno

The Trip - Wild mit Reese Witherspoon

Spätestens seit Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling aus dem Jahr 2006 (Verfilmung mit Devid Striesow und Anette Frier, Kinostart noch nicht bekannt) sind spirituell-halbesoterische Selbstfindungstrips auch in Deutschland so richtig in Mode, und ein regelrechter Pilgerkult ist um diese einsame, wahre und naturverbundene Erfahrung entstanden. Wandert sich Reese Witherspoon nun ganz ungeschminkt und mit „Monster-Backpack“ in Jean-Marc Vallées Der große Trip – Wild zum zweiten Oscar? Bitte nicht! von NADINE HEMGESBERG

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Mein Bruder, der Rockstar

„Stell dir vor, mit allem, was dir vorangegangen ist, anstellen zu können, was immer du willst. […] Stell dir absolute Freiheit vor.“ Was wäre, wenn man seine eigene Vergangenheit noch einmal neu erfinden könnte? Wo hört die ,Realität‘ auf und wo beginnt die Fiktion? Und was ist das überhaupt, Erinnerung? Der Roman Glorreiche Tage der New Yorker Autorin Dana Spiotta stand 2011 bereits auf der Liste des US-amerikanischen National Book Critics Circle Award. Nun ist er auch auf Deutsch erschienen, übersetzt von SPEX-Mitbegründerin Clara Drechsler und ihrem Partner Harald Hellmann. von ANNA-LENA BÖTTCHER

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Release the Kraken!

Eigentlich wollte Curly Watkins doch nur die alten Zeiten aufleben lassen, als noch die Musik in San Francisco den Hauptton angab. Doch stattdessen gerät er in einen Strudel aus Drogen und Kriminalität – und am Ende sogar in die Hände eines Psychopathen. Jim Nisbets Der Krake auf meinem Kopf ist mehr als nur Klolektüre. von ESRA CANPALAT

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