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Tagarchiv

Re-Lektüre der Sehnsucht

„Pamir panorama“ von Piero d'Houin Inocybe. Lizenziert unter CC BY-SA 1.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pamir_panorama.jpg#/media/File:Pamir_panorama.jpg

„Reisen heißt leben“, schrieb Andrzej Stasiuk in Fado. „Jedenfalls doppelt, dreifach, mehrfach leben.“ Dieses Leben verbindet er stets mit dem Schreiben. „Wir wandern durch die Welt, um von ihr zu erzählen. Und keineswegs, um sie zu erobern, zu verändern, zu erkennen und zu verstehen, sondern lediglich, um ihre Schönheit zu beschreiben“, heißt es in seinem neuen Werk Der Stich im Herzen. Und so durchmisst Stasiuk wieder die Welt, diesmal den Osten Eurasiens, und aktualisiert damit, in einer leuchtend klaren Sprache, seine Reiseliteratur. von JONAS PODLECKI

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Nichts grundsätzlich Falsches, aber Überflüssiges zum Roman

Falls Sie sich jemals Gedanken über die individuelle oder gesellschaftliche Funktion des Romans gemacht und noch nie den Namen Luhmann gehört geschweige denn etwas von ihm gelesen haben, dann greifen Sie ruhig zu Ernst-Wilhelm Händlers Versuch über den Roman als Erkenntnisinstrument. Doch Vorsicht, die Lektüre kann spontan auftretende Schlummersucht bewirken! von KAI FISCHER

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Sehnsucht nach Wirklichkeit

Der vor wenigen Tagen in der Kategorie Sachbuch/Essayistik mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Kulturwissenschaftler Helmut Lethen lehrt uns in Der Schatten des Fotografen das Sehen und das Lesen von Bildern. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist dabei die Suche nach der Wirklichkeit in und hinter den Bildern – eine Suche, die überraschende, aber dennoch großartige (Um)Wege beschreitet. von KATJA PAPIOREK

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Auf einen literarischen Corndog, KW 11

Pst … Kommen Sie näher … Sehr witzig, nein, ich möchte Ihnen kein U verkaufen. Möchten Sie den Grund dafür wissen, warum wir doch einen Inlandsflug nehmen und nicht, wie angekündigt, einen Roadtrip zu John D’Agata nach Iowa machen? Natürlich hätte eine Busreise länger gedauert, das kann man nicht bestreiten, faktisch vollkommen richtig. Aber das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Wollen Sie die Wahrheit wissen? Sind Sie sicher, dass Sie die Wahrheit vertragen können? Dann lesen Sie weiter. von KAI FISCHER

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Auf ein literarisches Philly Cheesesteak, KW 10

New York … unendliche Weiten … Halt! Was? Das geht in die vollkommen falsche Richtung. Hier geht es nicht um literaturkritische Raumfahrt, sondern um Literaturtourismus der gehobenen Art durch die amerikanische Essayistik. Noch mal von vorn: Die erste Etappe unserer Reise führt uns heute nach New York, den einzigen großen Apfel, den der iGod nicht patentieren konnte, wo Mark Greif von n+1 auf uns wartet. Danach fahren wir die Ostküste runter, wo uns John Jeremiah Sullivan in seinem Haus empfängt. Dass dort Peyton Sawyer, eine Figur aus der Serie One Tree Hill, gewohnt hat, ist nur eines der Themen, denen ...

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Auf ein literarisches Surf ’n’ Turf, KW 9

Herzlich Willkommen zur dritten Woche über amerikanische Essays! Mein Name ist Fischer und ich bin heute wieder Ihr Reiseleiter. Ich hoffe, Sie halten Ihre Bordkarten bereit, damit wir zügig los kommen. Den ersten Stopp legen wir heute in Claremont, Kalifornien, ein, wo Jonathan Lethem am Pomona College Creative Writing lehrt. Und da wir schon mal in Kalifornien sind, fahren wir danach die Küste entlang Richtung Santa Cruz und treffen hoffentlich Jonathan Franzen. Vorausgesetzt er ist nicht unterwegs, um Vögel zu beobachten. Also, packen Sie ein paar Cracker ein, denn es wird eine lange Etappe. von KAI FISCHER

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