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Tagarchiv

There will be blood

Bloodline Poster: Netflix

Schuld und Sühne in den Florida Keys: Das Schwarze Schaf kehrt zurück in den Hort seiner Familie und schleichend, aber unweigerlich bricht das Chaos aus. Netflix bringt mit Bloodline die nächste gute Serie an den Start. Seit dem 20. März kann die erste Staffel angesehen werden, warum eine zweite Staffel für 2016 bei den Showrunnern, das Kollektiv aus den Kessler-Brüdern und Daniel Zelman, bestellt wurde, bleibt hingegen fraglich. von NADINE HEMGESBERG

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Kühle Abhandlung menschlicher Abgründe

Verbrennungen am Schauspiel Essen Foto: Birgit Hupfeld

Martin Schulz inszeniert Verbrennungen von Wajdi Mouawad am Schauspiel Essen. Das Stück, welches bereits vielzählig an deutschen Theatern gespielt und dessen Verfilmung zudem 2011 für einen Oscar nominiert wurde, feierte am 28. Februar Premiere. Eine Geschichte gleich einer Zeitreise durch den libanesischen Bürgerkrieg, der auch nach seinem Ende noch tiefe Wunden zuzufügen vermag. Ist es auch eine beeindruckende Stückvorlage, wird die Komplexität der Materie von Martin Schulz doch allzu sehr in Form gepresst. Eine Inszenierung, die der Wirkungskraft der Erzählung im Wege steht. von SILVANA MAMMONE

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Im Land der Freiheit

Das Herz der Vereinigten Staaten schlägt in den Tiefen seiner Wälder. Halt! – Es ist das Herz Amerikas. Der Unterschied spielt in T.C. Boyles neuem Roman Hart auf Hart eine zentrale Rolle, denn er bestimmt die Beziehungen der Figuren – eines Vietnam-Veterans und seiner Frau, deren Sohn Adam und dessen Geliebter Sara – in jeder Hinsicht. Zu- und Abneigung drehen und wenden sich um die Frage danach, was denn dieses Land ist, wem es gehört und wie man sich entsprechend patriotisch darin bewegt. Der Wald wird dabei zum Schauplatz einer spannenden Verhandlung über Freiheit und Gemeinschaft innerhalb einer Nation, in ...

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Von Freiheit und Verlust

Fast täuscht der Titel über die Ernsthaftigkeit der Erzählungen hinweg. Aber Wir haben Raketen geangelt versammelt Geschichten, die nicht bloß in lieben Erinnerungen schwelgen, sondern sich erzählend solchen Situationen annehmen, die zwischen dem Alltäglichen und dem Extremen aufgespannt werden. Indianer und Vespafahrten, Familienportraits und Eremiten sind Themen und formgebende Elemente dieser Kurzgeschichten, denen gemeinsam ist, dass ihre Protagonisten und Erzählerinnen sich der Aufgabe stellen, sich am eigenen (Kinder-)Anspruch zu messen. von SOLVEJG NITZKE

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Eine schrecklich nette Familie

Als untalentiertestes von fünf Wunderkindern aufzuwachsen ist nicht leicht. Als kleinwüchsige, bucklige Albina das gewöhnlichste von fünf Kindern zu sein, ist wohl mehr als nur „nicht leicht“. Binewskis. Zerfall einer radioaktiven Familie ist nicht nur die Geschichte einer Familie, die sich spektakulär von innen heraus zersetzt, sondern ein Roman, der ganz unauffällig wichtige Fragen an die moderne Gesellschaft stellt. von ANNA-LENA THIEL

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Wo Himmel und Erde aufeinander treffen

Roland Buti beschreibt eine Welt, die im Begriff ist, vor Hitze zu zerfließen und Konventionen, Traditionen und gewisse Emotionen gemeinsam mit sich in den Untergang zu ziehen. Dieses existenzielle, schriftstellerisch exzellente Familiendrama wurde 2014 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. von KARIN BÜRGENER

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