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Tagarchiv

There will be blood

Bloodline Poster: Netflix

Schuld und Sühne in den Florida Keys: Das Schwarze Schaf kehrt zurück in den Hort seiner Familie und schleichend, aber unweigerlich bricht das Chaos aus. Netflix bringt mit Bloodline die nächste gute Serie an den Start. Seit dem 20. März kann die erste Staffel angesehen werden, warum eine zweite Staffel für 2016 bei den Showrunnern, das Kollektiv aus den Kessler-Brüdern und Daniel Zelman, bestellt wurde, bleibt hingegen fraglich. von NADINE HEMGESBERG

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Once upon a time in Mardin…

In The Cut schickt der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin seinen Protagonisten ausgerechnet vor dem Hintergrund des türkischen Genozids an den Armeniern auf eine Kontinente umspannende Reise von Jahresdauer. Das Presseecho ist verheerend, Akins Projekt sei ein unpolitisches, kitschiges Märchen und damit gescheitert. Doch was genau ist das in diesem Fall überhaupt, dieses Scheitern? Von MEIK JANKE

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Eine Herzmetapher für den Bauch

Eine Frau sitzt im Zug. Man weiß zunächst nicht, wohin sie fährt. Doch die Beschreibungen der kargen Landschaft, die am Zugfenster vorbeifliegt, und die nassen Hosenbeine der Frau, die sich an ihre Fußknöchel schmiegen und sie frösteln, lassen erahnen, dass der Bestimmungsort der Reise kein schöner sein wird. Kerstin Preiwuß erzählt in ihrem Debütroman Restwärme eine über mehrere Generationen reichende Familiengeschichte, die nichts von nostalgischer Wärme hat. von ESRA CANPALAT

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Release the Kraken!

Eigentlich wollte Curly Watkins doch nur die alten Zeiten aufleben lassen, als noch die Musik in San Francisco den Hauptton angab. Doch stattdessen gerät er in einen Strudel aus Drogen und Kriminalität – und am Ende sogar in die Hände eines Psychopathen. Jim Nisbets Der Krake auf meinem Kopf ist mehr als nur Klolektüre. von ESRA CANPALAT

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Sie wollen nur eins – dass immer Krieg sei

Arkadi Babtschenko ist der beste zeitgenössische Kriegsschreiber Russlands. In seiner aktuellen Reportage-Sammlung Ein Tag wie ein Leben gibt er ein vielstimmiges Bild davon, was Krieg ist: nämlich, was er mit den porträtierten Soldaten, Söldnern und Folterern macht. Außerdem liefert Babtschenko einen ernsthaften Beitrag zum Verständnis der sogenannten „russischen Seele“. von FABIAN MAY

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