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Tagarchiv

Dante infernale

Die göttliche Komödie am Schauspiel Köln Foto: ©Matthias Horn

Passend zum 750. Geburtstag Dante Alighieris inszeniert Sebastian Baumgarten Die göttliche Komödie am Schauspiel Köln. Sein Bestreben, die gesamte Commedia auf die Bühne zu bringen, scheitert jedoch an der Komplexität und Länge des Hauptwerks Dantes. Nach überstandenem Drogenrausch und Höllentrip verliert der Abend an Fantasie, als Zuschauer muss man aber keineswegs alle Hoffnung fahren lassen, einen unterhaltsamen Abend zu erleben. von ANNIKA MEYER

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Kühle Abhandlung menschlicher Abgründe

Verbrennungen am Schauspiel Essen Foto: Birgit Hupfeld

Martin Schulz inszeniert Verbrennungen von Wajdi Mouawad am Schauspiel Essen. Das Stück, welches bereits vielzählig an deutschen Theatern gespielt und dessen Verfilmung zudem 2011 für einen Oscar nominiert wurde, feierte am 28. Februar Premiere. Eine Geschichte gleich einer Zeitreise durch den libanesischen Bürgerkrieg, der auch nach seinem Ende noch tiefe Wunden zuzufügen vermag. Ist es auch eine beeindruckende Stückvorlage, wird die Komplexität der Materie von Martin Schulz doch allzu sehr in Form gepresst. Eine Inszenierung, die der Wirkungskraft der Erzählung im Wege steht. von SILVANA MAMMONE

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Im Land der Freiheit

Das Herz der Vereinigten Staaten schlägt in den Tiefen seiner Wälder. Halt! – Es ist das Herz Amerikas. Der Unterschied spielt in T.C. Boyles neuem Roman Hart auf Hart eine zentrale Rolle, denn er bestimmt die Beziehungen der Figuren – eines Vietnam-Veterans und seiner Frau, deren Sohn Adam und dessen Geliebter Sara – in jeder Hinsicht. Zu- und Abneigung drehen und wenden sich um die Frage danach, was denn dieses Land ist, wem es gehört und wie man sich entsprechend patriotisch darin bewegt. Der Wald wird dabei zum Schauplatz einer spannenden Verhandlung über Freiheit und Gemeinschaft innerhalb einer Nation, in ...

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Glitzernde Einzelteile, aber kein Ganzes

Gedankenreich und handlungsarm: Mit Joseph Walsers Maschine legt der portugiesische Autor-Philosoph Gonçalo Manuel Tavares ein weiteres dieser Bücher vor, die lieber parabelhaft-unlesbar bleiben als eine echte Geschichte zu erzählen. Wobei der oft tiefsinnige Unterbau und viele seiner Formulierungen ziemlich brillant und lesenswert sind. von FABIAN MAY

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