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Tagarchiv

Die Einzigartigkeit einer Nicht-Metropole

Jörg Albrecht ist jung, vielbeschäftigt mit unzähligen und weitreichenden Ideen, auch über Text- und Genregrenzen hinweg. So bedeutete die Veröffentlichung seines neuen Romans Anarchie in Ruhrstadt beispielsweise nicht, dass es sich um ein abgeschlossenes Kapitel handelt. Vielmehr wurde das Konzept erweitert und Albrecht organisierte im September zusammen mit mehreren Performancegruppen zwischen Mühlheim und Oberhausen die Ur- und gleichzeitig Letztaufführung der dynamischen Theatertour 54. Stadt. literaturundfeuilleton traf den Romanautor während einer Probenpause in Oberhausen, im Roman das Zentrum des als Ruhrstadt zusammengeschlossenen Ruhrgebiets. Wir sprachen u.a. über seine Projekte, den Kulturbetrieb und den Strukturwandel im Ruhrgebiet. von PIA ALEITHE und NADINE ...

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Von Visionen und Aversionen

Wenn die hohen Ambitionen eines Kulturvisionärs an der Mittelmäßigkeit ihrer Umsetzung scheitern, kommt ein Buch dabei heraus, in dem es um den Wert des Dialogs geht und über das niemand reden möchte. Michael Schindhelms Lavapolis bildet den Ausgangspunkt eines großangelegten transmedialen Projektes, das auch in Form einer Homepage und auf der Biennale 2014 einen Diskurs zu brennenden Fragen in Politik und Gesellschaft anregen soll. Angesiedelt im Raum zwischen Realität, Fiktion und Utopie verspricht dieses soziale Experiment „Möglichkeiten“ zu eröffnen, „Alternativen“ zu erproben. Das Buch allein leistet nichts davon. von ANNA KREWERTH

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Panem im Pott: Die Zukunft wird lila

Jörg Albrechts neuer Roman Anarchie in Ruhrstadt wirft einen Blick in eine potenzielle Zukunft des Ruhrgebiets, in der sich im Jahr 2015 eine dezentrale Regierung erhebt und die 53 Städte und Kommunen zu einer einzigen Stadt, der Ruhrstadt, verbindet. Wie und warum es im Jahr 2044 zum Zusammenbruch des zunächst vielversprechenden Systems kommt und sich die Utopie zur Dystopie wandelt, verbildlicht der Roman anhand der Geschichten von Stadtplaner György und der Anarchisten Julieta und Rick. von PIA ALEITHE

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What the world needs now …

Irgendetwas läuft schief in dieser Welt, der Umgangston verroht. Dieses Gefühl holt in gegenwärtigen Zeiten jeden irgendwann ein. Der Mensch muss nicht einmal einen Fuß aus seinen heiligen vier Wänden setzen: Es reicht, einfach die Glotze anzuschmeißen. Es wird gepöbelt, gekeift, gehauen. Und alle schauen zu. Thomas Mießgang versucht in Die Kultur der Unhöflichkeit, das Symptom dieser Entwicklung und seine Ursprünge zu analysieren. Dabei gelingt ihm ein Rundumschlag, der aufzeigt, welche Mechanismen der modernen Welt die unhöfliche Mentalität fördern. von JAN FREDERIK BOSSEK

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