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Tagarchiv

Bochumer Zweierlei

Zwei Anthologien stellen das literarische Schaffen von Carl Arnold Kortum und Heinrich Kämpchen vor. Der Dichterarzt und der Arbeiterdichter verbrachten große Teile ihres Lebens in Bochum. Über zwei wichtige Beiträge zur regionalen Literaturgeschichte. von PHILIPP KAMPSCHROER

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Die Einzigartigkeit einer Nicht-Metropole

Jörg Albrecht ist jung, vielbeschäftigt mit unzähligen und weitreichenden Ideen, auch über Text- und Genregrenzen hinweg. So bedeutete die Veröffentlichung seines neuen Romans Anarchie in Ruhrstadt beispielsweise nicht, dass es sich um ein abgeschlossenes Kapitel handelt. Vielmehr wurde das Konzept erweitert und Albrecht organisierte im September zusammen mit mehreren Performancegruppen zwischen Mühlheim und Oberhausen die Ur- und gleichzeitig Letztaufführung der dynamischen Theatertour 54. Stadt. literaturundfeuilleton traf den Romanautor während einer Probenpause in Oberhausen, im Roman das Zentrum des als Ruhrstadt zusammengeschlossenen Ruhrgebiets. Wir sprachen u.a. über seine Projekte, den Kulturbetrieb und den Strukturwandel im Ruhrgebiet. von PIA ALEITHE und NADINE ...

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Was man (nicht) sehen kann

Ein verschwundener Schatz und eine Verbindung zwischen zwei auf unterschiedliche Weise im Dunkeln gefangenen Jugendlichen, die auf verschiedenen Seiten eines Krieges stehen, für den sie nichts können… Was klingt wie eine gefährlich zum Kitsch tendierende Mischung, verbindet sich in Alles Licht, das wir nicht sehen zu einer ebenso spannenden wie reflektierten Erzählung vom Aufwachsen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und von den alle Ideologien unterlaufenden Gemeinsamkeiten der Menschen. Anthony Doerr findet eine klare Sprache für die Dunkelheit einer Zeit, die von irrem Reinheitswahn beherrscht wurde und dennoch nicht vermochte, alle Hoffnungen auf Zukunft zu ersticken. von SOLVEJG NITZKE

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Was für ein Theater!

Schauspielhaus BochumGroßes Haus, ZuschauerrraumCopyright:Birgit Hupfeld

Ein neuer Herbst kündigt sich langsam aber stetig an und damit beginnt auch die neue Spielzeit in den diversen Theaterhäusern des Ruhrgebiets. Es ist also Zeit, dass sich literaturundfeuilleton dem Bühnengeschehen widmet und berichtet, welche Inszenierung auf keinen Fall verpasst werden sollte, welches Stück den Zuschauer schier aus dem Theatersessel reißt oder welcher Theaterabend zum Vergessen ist. von ANNIKA MEYER

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Panem im Pott: Die Zukunft wird lila

Jörg Albrechts neuer Roman Anarchie in Ruhrstadt wirft einen Blick in eine potenzielle Zukunft des Ruhrgebiets, in der sich im Jahr 2015 eine dezentrale Regierung erhebt und die 53 Städte und Kommunen zu einer einzigen Stadt, der Ruhrstadt, verbindet. Wie und warum es im Jahr 2044 zum Zusammenbruch des zunächst vielversprechenden Systems kommt und sich die Utopie zur Dystopie wandelt, verbildlicht der Roman anhand der Geschichten von Stadtplaner György und der Anarchisten Julieta und Rick. von PIA ALEITHE

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Wesentliche Worte werden gesucht!

Ich bedaure es zunächst etwas, die sommerliche Wärme dieses Samstagabends nicht mehr auskosten zu können, als ich in die bunkerhaften Räumlichkeiten des Consol Theaters in Gelsenkirchen hinabsteige. Doch das warme gelbe Licht und die südamerikanischen Gitarrenklänge bringen einen Hauch von Sommer in den verdunkelten Raum hinein. Die Ruhrpoeten stellen sich vor. von Esra Canpalat

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