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Tagarchiv

Re-Lektüre der Sehnsucht

„Pamir panorama“ von Piero d'Houin Inocybe. Lizenziert unter CC BY-SA 1.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pamir_panorama.jpg#/media/File:Pamir_panorama.jpg

„Reisen heißt leben“, schrieb Andrzej Stasiuk in Fado. „Jedenfalls doppelt, dreifach, mehrfach leben.“ Dieses Leben verbindet er stets mit dem Schreiben. „Wir wandern durch die Welt, um von ihr zu erzählen. Und keineswegs, um sie zu erobern, zu verändern, zu erkennen und zu verstehen, sondern lediglich, um ihre Schönheit zu beschreiben“, heißt es in seinem neuen Werk Der Stich im Herzen. Und so durchmisst Stasiuk wieder die Welt, diesmal den Osten Eurasiens, und aktualisiert damit, in einer leuchtend klaren Sprache, seine Reiseliteratur. von JONAS PODLECKI

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Larger than life

Wolfgang Herrndorf starb im August 2013. Wenige Wochen vor seinem Tod gab er das Fragment Isa zur Veröffentlichung frei, das nun unter dem Titel Bilder deiner großen Liebe erschienen ist. Der unvollendete Roman erzählt, was die Ausreißerin Isa erlebt, bevor sie auf Andrej Tschichatschow und Maik Klingenberg trifft – der Text ist aber kein bloßes Tschick-Spin-Off, sondern eine literarische Supernova. von LINA BRÜNIG

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Ungebetene Gäste

Der Besuch von Hila Blum zeigt ein Familienportrait in Fragmenten. Eine Patchworkfamilie übt sich vor dem Hintergrund der geteilten Stadt Jerusalem im Zusammenhalt – doch wie lässt sich verhindern, dass die Vergangenheit verschwindet, wenn schon die Gegenwart als ein unzusammenhängendes Konstrukt erscheint? Ein ebenso fabelhaftes wie ungewöhnliches Debüt aus Israel. Von KARIN BÜRGENER

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Poetisch apokalyptisch

Die Dusche spricht, die Skyline blinkt und der Weltuntergang scheint nah. In Lucy Frickes nachhallendem neuem Roman Takeshis Haut erlebt eine Geräuschemacherin zufällig das Beben vor der japanischen Küste mit, das die Region um Fukushima 2011 zu einem zweiten Tschernobyl machte. Doch das ist nicht die einzige unerhörte Begebenheit. von KARIN BÜRGENER

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Mein Bruder, der Rockstar

„Stell dir vor, mit allem, was dir vorangegangen ist, anstellen zu können, was immer du willst. […] Stell dir absolute Freiheit vor.“ Was wäre, wenn man seine eigene Vergangenheit noch einmal neu erfinden könnte? Wo hört die ,Realität‘ auf und wo beginnt die Fiktion? Und was ist das überhaupt, Erinnerung? Der Roman Glorreiche Tage der New Yorker Autorin Dana Spiotta stand 2011 bereits auf der Liste des US-amerikanischen National Book Critics Circle Award. Nun ist er auch auf Deutsch erschienen, übersetzt von SPEX-Mitbegründerin Clara Drechsler und ihrem Partner Harald Hellmann. von ANNA-LENA BÖTTCHER

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